Bilanz meiner Reise 2016
Nachdem ich nun wieder zuhause bin, ist es auch Zeit, Rückschau zu halten und ein wenig Statistik.
Die Reise umfasste insgesamt 90 Tage, davon 1 Tag Hinflug, 9 Tage in Südkorea und 80 Tage in Japan.
Ich war ziemlich sparsam und habe insgesamt knapp 7200 Euro ausgegeben (Flug, Auslandskrankenversicherung und die im voraus gekauften Railpässe eingeschlossen). Im einzelnen verteilte sich das etwa wie folgt:
Kategorie | EUR |
---|---|
Verwaltung | 162,40 |
Transport | 2243,15 |
Unterkunft | 3020,01 |
Verpflegung | 1205,41 |
Eintritt | 295,70 |
Sonstiges | 237,83 |
Ausrüstung | 24,53 |
Gesamt | 7189,03 |
Ich habe gerade nachgerechnet, 424 Euro entfallen auf die 9 Tage “Umweg” Korea, 6765 Euro wären es also für 80 Tage Japan (inkl. Flug).
In Japan habe ich 27 Präfekturen bereist. Dazu muss ich sagen, dass ich auf der Reise nicht darauf geachtet habe, möglichst viele Präfekturen “abzuhaken”, auf Kyushu habe ich durch meine Ziele zufällig fünf von sieben Präfekturen abgedeckt, in Tohoku dagegen doch nur vier von sechs. In meinen drei Reisen zusammen bin ich nun bei 37 von 47 Präfekturen.

Karte mit Markierung der von mir bereisten Präfekturen, Reisen 1-3 (Outline-Map von Hist-geo.co.uk)
Hier die Liste im einzelnen:
Präfektur | Nr. | Region | Ziele |
---|---|---|---|
Hokkaidô | 1 | Hokkaido | Hakodate, Sapporo, Asahikawa, Shiretoko |
Aomori | 2 | Tôhoku | Hirosaki |
Iwate | 3 | Tôhoku | Hiraizumi, Ichinoseki, Morioka, Iwaizumi-Ryusendo, Miyako-Jodogahama |
Miyagi | 4 | Tôhoku | Sendai, Matsushima |
Yamagata | 6 | Tôhoku | Yonezawa, Sakata |
Ibaraki | 8 | Kantô | Mito, Kashima |
Tochigi | 9 | Kantô | Oyama, Nikko |
Saitama | 11 | Kantô | Kônosu |
Chiba | 12 | Kantô | Sawara, Narita |
Tôkyô | 13 | Kantô | Shinjuku, Asakusa, Ueno, Shinagawa, Nezu… |
Kanagawa | 14 | Kantô | Kawasaki |
Niigata | 15 | Chûbu | Niigata |
Toyama | 16 | Chûbu | Toyama, Kurobe |
Yamanashi | 19 | Chûbu | Otsuki(Maglev) |
Gifu | 21 | Chûbu | Takayama, Hida-Furukawa |
Shizuoka | 22 | Chûbu | Atami, Kawazu |
Aichi | 23 | Chûbu | Nagoya, Inuyama |
Shiga | 25 | Kansai | Otsu, Omihachiman |
Kyôto | 26 | Kansai | Kyoto |
Ôsaka | 27 | Kansai | Osaka |
Hyôgo | 28 | Kansai | Himeji |
Nara | 29 | Kansai | Nara |
Fukuoka | 40 | Kyushu | Fukuoka |
Saga | 41 | Kyushu | Yoshinogari |
Nagasaki | 42 | Kyushu | Nagasaki |
Kumamoto | 43 | Kyushu | Aso |
Ôita | 44 | Kyushu | Beppu |
Inhaltlich war die Reise zwar lang, aber dennoch was die einzelnen Ziele betrifft überwiegend flach und nicht tief, sprich ich habe von vielen Orten ein bisschen was gesehen, aber es gibt kaum einen wo ich sagen würde, den hab ich jetzt so abgegrast, dass ich nicht mehr hinfahren brauche. Ich bin viel und teilweise hektisch im Land hin und hergefahren, zum Teil bedingt durch meine Zielsetzung “Matsuri”, was für sich auch ein interessantes Erlebnis war. Ich habe ja gerade den Bericht über Nara geschrieben, wo ich einen Nachmittag war, und was ich bei der Recherche dazu gelesen und entdeckt habe, könnte ich sicher fünf Tage allein dort mit Sightseeing zubringen.
Es gibt auch etliche Orte, die mich sehr interessieren, aber die in dieser Reise einfach keinen Platz hatten, z.B. Hiroshima und Miyajima, oder das südliche Kyushu und Yakushima. Vielleicht wäre für meine nächste Japanreise “Natur und Wandern” ein guter Schwerpunkt.
Ich habe die Nachwirkungen des Winters unterschätzt und war an einigen Orten zu früh, z.B. Kurobe Gorge, die erst zum Teil geöffnet hatte, oder Shiretoko, wo ich mich auf dem aufgeständerten Weg schon ein bisschen eingesperrt gefühlt habe, anders als ich mir das ausgemalt hatte. Auch die Kurobe Alpenroute, die ich diesmal ausgelassen habe, würde ich nächstes Mal später im Jahr einplanen. Warum soll man sich mit den ganzen “endlich ist sie geöffnet” Hektikern zwischen Eröffnung und Golden Week drängeln, wenn man Monate später immernoch eine meterhohe Schneewand sieht, aber ein Wetter vorfindet, wo man in der Gegend auch schon größere Wanderungen unternehmen kann. Umgekehrt habe ich die Gelegenheit zum Skifahren nicht wahrgenommen, das Gala Yuzawa, für das JR East mit seinem Shinkansen trommelt wie blöde, meldete untypisch früh schon “Schnee Ende” und ist wohl ohnehin nicht erste Wahl, wenn man ernsthaft Skifahren will, aber für andere Ziele hatte ich mich im Vorfeld nicht informiert und hatte vor Ort dann nicht die Muße, die Details zu recherchieren. Vielleicht hat mich der Geiz da auch gebremst, so ein Tag mit Skipass, Ski- und Schuhverleih kommt natürlich gleich auf hundert Euro.
Apropos Geiz, was Unterkunft und Verpflegung angeht, war ich diesmal großteils am unteren Ende der Skala unterwegs. Da würde ich mir nächstes Mal auch etwas besseres gönnen, denn es macht schon einiges fürs Wohlbefinden und für die Zeitausnutzung aus, ob man ein gemütliches Zimmer in guter Lage hat, mit Schreibtisch für die angenehme Arbeit am Laptop, ein entspannendes Bad am Abend genießt und ein feines oder zumindest ordentliches Hotelfrühstück bekommt oder ein Loch im Abseits, wo man mit dem Rechner auf dem Schoß in der Zimmerecke kauert, die klapprige Klimaanlage lieber ausgeschaltet lässt, weil man nicht weiß welchen jahrzehntealten Dreck sie einem sonst entgegenpustet, zum Bahnhof erstmal ne halbe Stunde marschiert, und sich unterwegs beim Conbini was zum Essen holt und das in einer dunklen Ecke unterwegs dann reinmampft.
Ansonsten scheint es mir lohnender denn je, ein Stück weit japanisch zu lernen. Mir ist doch viel entgangen, weil ich eben nicht japanisch kann, sei es dass die ganzen Matsuri-Zettel und die meisten Webseiten dazu nur auf japanisch sind, wo das Programm erklärt ist, oder als der Fernsehbericht über den Saisonstart von Kurobe Gorge lief, haben die sicher auch gesagt, dass zunächst nur ein Teil der Strecke eröffnet wurde, ich habe zwar die Bilder erkannt, aber dieses Detail ist mir so entgangen.
Mit meiner Entscheidung zum Gepäck bin ich zufrieden, der Trolley war ein guter Kompromiss zwischen Beweglichkeit und Stauraum, ich habe nichts allzu schmerzlich vermisst und hatte kaum Unnötiges dabei. Anfangs war ich allerdings zu rigoros im Minimieren von Ballast und habe auf etliche angebotene Handzettel und Broschüren verzichtet, wo ich mir jetzt denke, wäre doch schön, wenn man dazu was in der Hand hätte. Am 20.4. habe ich mir 2kg Prospekte und Papierzeugs als Surface Päckchen nach Hause geschickt, bin gespannt, wann das ankommt.
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